Bugünlerde en sevdiğin piyanist kimdir diye sorsalar tereddütsüz Samson François derim. Hiçbir piyanist Debussy'de yanına yaklaşamaz.
Debussy için diyor ki: "I do not think anyone went so far into the realm of dreams...He went to see what was happening on the other side of mirror. - Je ne crois pas que l'on soit allé aussi de loin dans le domaine du rêve...Il est allé voir ce qui se passe de l'autre côte du mirroir."
Benim hayran olduğum L'isle joyeuse'u dinlerseniz ne demek istediğini anlarsınız.
Samson François'yı canlı dinlemeyi ne kadar isterdim.
5 Eylül 2009 Cumartesi
Richter ve Beethoven
Sviatoslav Richter Beethoven'in son üç piyano sonatını harikulade çalıyor. Kempff ve Brendel'den çok farklı ama yine de güzel.
24 Ağustos 2009 Pazartesi
Aus Les Fleurs de Mal
Bu sefer Stefan George'den:
Wir haben Betten voller leichter Düfte
Wir haben Polster wie die Graeber tief
Und seltne Blumen ragen in die Lüfte
Die schönres Land für uns ins Dasein rief.
Die letzte Glut verbrennt auf gutes Glück
In unsrer Herzen beiden Flammentigeln
Ihr zwiefach Leuchten aber strahlt zurück
In unsren Geistern diesen Zwillingsspielen.
Ein Abend kommt mit blau und rosa blinken
Da flackert es noch einmal lichterloh:
Ein langer Seufzer und ein Scheidewinken.
Hernach erscheint ein Engel auf der Schwelle
Um wieder zu beleben treu und froh
Die trüben Spiegel und die tote Helle.
Wir haben Betten voller leichter Düfte
Wir haben Polster wie die Graeber tief
Und seltne Blumen ragen in die Lüfte
Die schönres Land für uns ins Dasein rief.
Die letzte Glut verbrennt auf gutes Glück
In unsrer Herzen beiden Flammentigeln
Ihr zwiefach Leuchten aber strahlt zurück
In unsren Geistern diesen Zwillingsspielen.
Ein Abend kommt mit blau und rosa blinken
Da flackert es noch einmal lichterloh:
Ein langer Seufzer und ein Scheidewinken.
Hernach erscheint ein Engel auf der Schwelle
Um wieder zu beleben treu und froh
Die trüben Spiegel und die tote Helle.
30 Temmuz 2009 Perşembe
Tanpınar Almanya'da
Seelenfrieden als Metapher für ersehntes Glück, 11. September 2008
Von C.Borries
Ahmet Hamdi Tanpinar Seelenfrieden Unionsverlag
ISBN 3293100139
In dem Buch des bereits 1901 geborenen Schriftstellers Hamdi Tanpinar kann man die politische und geistige Entwicklungsgeschichte der Türkei vom Untergang des osmanischen Reichs bis zum Beginn es zweiten Weltkriegs finden. Um die Figur des Helden Mümtaz erfährt die Geistesgeschichte Istanbuls Belebung, mit der man in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Verbindung zwischen Orient und Okzident suchte.
Man begleitet den Helden durch seine Zeit. Der Untergang des osmanischen Reichs ist zum Ende des ersten Weltkriegs hin besiegelt, und einschneidende gesellschaftliche und soziale Umwälzungen durch den Staatsführer Atatürk stehen an. Mümtaz erlebt den gewaltsamen Tod seines Vaters mit, die Vertreibung aus seiner Geburtsstadt und kurz darauf den Tod der Mutter, die nach schwerer Krankheit stirbt. Im Alter von 11 Jahren ist er zum Waisenkind geworden. Nach glücklichen Jahren im Hause seines Vetters Ihsan in Istanbul beginnt er ein Leben als Literaturdozent.
Hoch sensibel und von tiefen Gedanken an sein Leben erfüllt wandert er geradezu traumwandlerisch durch die Gassen und Basare Istanbuls. Er ist 26 Jahre alt und seine Beobachtungen, Gedanken und Gefühle wecken wehmütige Erinnerungen an sein junges Leben.
Da gab es Nuran, seine große Liebe, und es gab die Trennung von ihr! Man ahnt, dass tragische Ereignisse die Liebe zerstörten. . Cit < So trug dieser ganz in seiner Traumwelt lebende junge Mann zugleich Himmel und Hölle mit sich herum >. Suat, ein Freund der beiden, fungierte als böses Omen, das als störendes Element ihr Glück bedrohte.
Auf seinen Wegen schaut Mümtaz bei Buchhändlern vorbei, liest in den Büchern bekannter Dichter der europäischen Geistesgeschichte und verweilt bei jenen aus der Türkei. In ihm scheinen sich die Geisteswelten zweier gegensätzlicher Kulturen zu berühren.
Tanpinar schreibt einen träumerischen, assoziativen Stil, der zuweilen an Prousts < Suche nach der verlorenen Zeit > erinnert.
Die Liebesgeschichte zwischen Mümtza und seiner geliebten Nuran bietet Gelegenheit, tief in die türkische Lebensweise einzutauchen. Der Umgang zwischen den beiden Liebenden und Gespräche zwischen Freunden und Verwandten zeigen westlich aufgeklärte und orientalisch beeinflusste Lebens- und Denkmuster. Reflexionen über Literatur, Musik, Dichtung und Kunst insgesamt bestimmen auf weite Strecken den Inhalt der Erzählung. Familienbande bieten den anregenden Stoff für den Fortgang der Handlung, in der nicht zuletzt der Wertekanon der Gesellschaft berührt wird. Hoch intellektuelle Gespräche führen zu Fragen des Seins und des vollkommenen Glücks als Utopie, die niemals Wirklichkeit werden kann.
Tanpinar hegte enge Verbindung zu seiner osmanischen Vergangenheit. Mit der Gründung der Republik 1923 durch Kemal Atatürk wurde in rigoroser Weise mit alten Gesellschaftsstrukturen aufgeräumt. Der Dichter wurde ein Wanderer zwischen den Welten: einerseits hat er Europa bereist und die Kultur jener Länder geschätzt, daneben aber die türkische Kultur hoch gehalten. Alle Tendenzen seiner eigenen Entwicklung kommen in seinem vorliegenden Roman, der 1949 erstmals erschienen ist, zum Tragen.
In einem ausgezeichneten Nachwort von Wolfgang Günter Lerch kann man über den Autor und seine Bedeutung für die türkische Literaturgeschichte viele hervorragende Hinweise finden.
Ein Hauch von Ephraim Kishon weht über dieses Buch, 20. Dezember 2008
Von Der Buch-Vorleser "André Hanke" (Sachsen)
Diese Rezension stammt von: Das Uhrenstellinstitut (Gebundene Ausgabe)
Fast 50 Jahre hat es gedauert, bis der Roman des türkischen Autors Ahmet Hamdi Tanpinar "Das Uhrenstellinstitut" nun beim Münchener Hanser Verlag in deutscher Übersetzung erschienen ist. Und das Warten hat sich gelohnt! Man ist irgendwie an Ephraim Kishons frühere Werke erinnert, wenn man sich auf Tanpinars wundervolle Satire einläßt und das Schmunzeln im Gesicht des Lesers wird breiter und breiter, je tiefer er in diese Geschichte einer völlig überflüssigen Behörde eintaucht. Das nämlich ist Tanpinars Thema, die Sinnlosigkeit und Eigenschaftslosigkeit mancher Institution und manches Zeitgenossen, die doch Macht auszuüben in der Lage sind. Weltverbesserer sind es und Rabauken und zwielichtige Gestalten, die sich in dem Roman die Klinke in die Hand geben und gut von der Sinnentleertheit eines Institutes zum richtigen Stellen von Uhren leben. Ein Schelm, der hier modernere Vergleiche anzustellen gedenkt. Toll!
Über die Vergänglichkeit der Zeit..., 30. Oktober 2008
Von Roland Freisitzer "freisitzer" (Vienna, Austria)
Diese Rezension stammt von: Das Uhrenstellinstitut (Gebundene Ausgabe)
Ahmet Madi Tanpinar ist für mich persönlich die Entdeckung dieses Jahres (neben Jean-Marie Gustave LeClézio).
"Das Uhrenstellinstitut" ist ein großartiger Roman mit einem ganz ungewöhnlichen Helden.
Ist Hayri Irdal ein Mann ohne Eigenschaften?
Oder ist er ein osmanischer Zeno Cosini?
Vielleicht gar ein türkischer Oblomov?
Arbeitslos, verwitwet und in Kaffeehäusern versumpernd, lernt er den Lebemann und Lebenskünstler Halit kennen, der ihm rasch die Gründung eines Uhrenstellinstituts anbietet, ein Institut, das eigentlich niemand braucht, obwohl es niemand umgehen kann. So wird aus Hayri Irdal ein wichtiger Mann, er wird Inhalt von Zeitungsberichten, Interviews, Tratsch und Neid.
Ein Buch über die Vergänglichkeit der Zeit, über ihren Wert, ein wunderbares Gesellschaftsbild und ein herrlicher Schelmenroman mit Figuren, die so sympathisch sind, dass sie sicherlich noch lange ihren Unfug in meinem Gedächtnis treiben werden...
Großartig! Absolute Leseempfehlung.
Überbordende Phantasie, 30. September 2008
Von Wortwerkstatt (Würzburg)
Diese Rezension stammt von: Das Uhrenstellinstitut (Gebundene Ausgabe)
Die Türkei ist Schwerpunkt der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Durch die bücherherbstlichen Bemühungen verschiedener Verlage werden hoffentlich auch bei uns türkische Autoren/Innen bekannter als bisher. So auch der Autor Tanpinar, dessen Buch Das Uhrenstellinstitut" im Türkischen bereits 1962 erschienen ist. Dieser Autor dürfte den meisten unbekannt sein, er fand bisher nur im Buch Istanbul" des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk als einsamer Stadtspaziergänger Erwähnung.
Am Beispiel des Uhrenstellinstituts, welches in der ganzen Türkei die Genauigkeit der Uhren prüft, wird sinnbildlich der Aufbruch und die Modernisierung der Türkei gezeigt.
Hayri Irdal, der begriffsstutzige und sympathische Ich-Erzähler, beschreibt hier rückblickend die Stationen seines Lebens. Von einer abgebrochenen Uhrmacherlehre über eine Beamtenstelle, Arbeitslosigkeit, unglückliche Ehen, die Bohemekreise in den Istanbuler Kaffeehäusern bis hin zum wahnwitzigen Unternehmen eines Hunderte von Angestellten zählenden Uhrenstellinstituts in Istanbul. So finden sich hier jede Menge skurriler Figuren, Abenteurer, Spinner, Psychoanalytiker und nicht zu vergessen der Lebenskünstler Halit Ayarcy, dem es dank seiner politischen Beziehungen gelingt, die Finanzierung und Realisierung des Uhrenstellinstituts genehmigt zu bekommen. Falschgehende Uhren werden mit Bußgeld
bestraft, aber auch Rabatte sind möglich. Irgendwie fühlte ich mich beim Lesen dieses Buches immer wieder an Pessoas Buch der Unruhe oder an Gontscharows Oblomow erinnert. Das Uhrenstellinstitut ist eine intelligente und unterhaltsame Satire, die durch Tanpinars stilistische Eleganz und überschäumende Phantasie gekonnt die Geschehnisse um wichtigtuerische Bürokratie und den natürlichen Drang des Menschen zur Faulheit aufzeigt.
Phantastisch, 14. September 2008
Von """""""""...
Diese Rezension stammt von: Das Uhrenstellinstitut (Gebundene Ausgabe)
Der Roman des 1909 geborenen Schriftstellers knüpft nach dem zweiten Weltkrieg weitgehend an sein erstes Buch das die Zeit davor beschreibt an.
Am Beispiel des neu gegründeten Uhreneinstellinstitut das in der ganzen Türkei die korrektheit der Uhren prüft wird sinnbildlich der enorme Aufbau des meist unproduktiven Beamtenapperates der Nachkriegstürkei gedacht.Aufgebaut von einem Lebenskünstler und einem süffisanten Protagonisten der keinerlei Talente aufweist wird das System fast bis zum Überwachungstaat ausgebaut.
Nun mag man kaffkareske Züge vermuten,diese tauchen aber nicht auf,sondern das ganze Buch ist eingetaucht in einen Zeitgemäßen Humor der die Klugheit des mittlerweile verstorbenen Autors zum Vorschein bringt.
Satirischer Roman. Erschienen ist der Roman bereits 1962. Falschgehende Uhren werden mit Bußgeld belegt,Rabatte sind möglich, Bedenken sind beim gutlaufenden Uhreninstitut verboten da das Institut immer wachsen muß da sonst alle Mitarbeiter arbeitslos werden und ihren Lebenstandard verlieren.
Nicht neu,wahrscheinlich auch nicht das beste Buch der Türkei,aber interessant und kurzweilig.
Von C.Borries
Ahmet Hamdi Tanpinar Seelenfrieden Unionsverlag
ISBN 3293100139
In dem Buch des bereits 1901 geborenen Schriftstellers Hamdi Tanpinar kann man die politische und geistige Entwicklungsgeschichte der Türkei vom Untergang des osmanischen Reichs bis zum Beginn es zweiten Weltkriegs finden. Um die Figur des Helden Mümtaz erfährt die Geistesgeschichte Istanbuls Belebung, mit der man in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Verbindung zwischen Orient und Okzident suchte.
Man begleitet den Helden durch seine Zeit. Der Untergang des osmanischen Reichs ist zum Ende des ersten Weltkriegs hin besiegelt, und einschneidende gesellschaftliche und soziale Umwälzungen durch den Staatsführer Atatürk stehen an. Mümtaz erlebt den gewaltsamen Tod seines Vaters mit, die Vertreibung aus seiner Geburtsstadt und kurz darauf den Tod der Mutter, die nach schwerer Krankheit stirbt. Im Alter von 11 Jahren ist er zum Waisenkind geworden. Nach glücklichen Jahren im Hause seines Vetters Ihsan in Istanbul beginnt er ein Leben als Literaturdozent.
Hoch sensibel und von tiefen Gedanken an sein Leben erfüllt wandert er geradezu traumwandlerisch durch die Gassen und Basare Istanbuls. Er ist 26 Jahre alt und seine Beobachtungen, Gedanken und Gefühle wecken wehmütige Erinnerungen an sein junges Leben.
Da gab es Nuran, seine große Liebe, und es gab die Trennung von ihr! Man ahnt, dass tragische Ereignisse die Liebe zerstörten. . Cit < So trug dieser ganz in seiner Traumwelt lebende junge Mann zugleich Himmel und Hölle mit sich herum >. Suat, ein Freund der beiden, fungierte als böses Omen, das als störendes Element ihr Glück bedrohte.
Auf seinen Wegen schaut Mümtaz bei Buchhändlern vorbei, liest in den Büchern bekannter Dichter der europäischen Geistesgeschichte und verweilt bei jenen aus der Türkei. In ihm scheinen sich die Geisteswelten zweier gegensätzlicher Kulturen zu berühren.
Tanpinar schreibt einen träumerischen, assoziativen Stil, der zuweilen an Prousts < Suche nach der verlorenen Zeit > erinnert.
Die Liebesgeschichte zwischen Mümtza und seiner geliebten Nuran bietet Gelegenheit, tief in die türkische Lebensweise einzutauchen. Der Umgang zwischen den beiden Liebenden und Gespräche zwischen Freunden und Verwandten zeigen westlich aufgeklärte und orientalisch beeinflusste Lebens- und Denkmuster. Reflexionen über Literatur, Musik, Dichtung und Kunst insgesamt bestimmen auf weite Strecken den Inhalt der Erzählung. Familienbande bieten den anregenden Stoff für den Fortgang der Handlung, in der nicht zuletzt der Wertekanon der Gesellschaft berührt wird. Hoch intellektuelle Gespräche führen zu Fragen des Seins und des vollkommenen Glücks als Utopie, die niemals Wirklichkeit werden kann.
Tanpinar hegte enge Verbindung zu seiner osmanischen Vergangenheit. Mit der Gründung der Republik 1923 durch Kemal Atatürk wurde in rigoroser Weise mit alten Gesellschaftsstrukturen aufgeräumt. Der Dichter wurde ein Wanderer zwischen den Welten: einerseits hat er Europa bereist und die Kultur jener Länder geschätzt, daneben aber die türkische Kultur hoch gehalten. Alle Tendenzen seiner eigenen Entwicklung kommen in seinem vorliegenden Roman, der 1949 erstmals erschienen ist, zum Tragen.
In einem ausgezeichneten Nachwort von Wolfgang Günter Lerch kann man über den Autor und seine Bedeutung für die türkische Literaturgeschichte viele hervorragende Hinweise finden.
Ein Hauch von Ephraim Kishon weht über dieses Buch, 20. Dezember 2008
Von Der Buch-Vorleser "André Hanke" (Sachsen)
Diese Rezension stammt von: Das Uhrenstellinstitut (Gebundene Ausgabe)
Fast 50 Jahre hat es gedauert, bis der Roman des türkischen Autors Ahmet Hamdi Tanpinar "Das Uhrenstellinstitut" nun beim Münchener Hanser Verlag in deutscher Übersetzung erschienen ist. Und das Warten hat sich gelohnt! Man ist irgendwie an Ephraim Kishons frühere Werke erinnert, wenn man sich auf Tanpinars wundervolle Satire einläßt und das Schmunzeln im Gesicht des Lesers wird breiter und breiter, je tiefer er in diese Geschichte einer völlig überflüssigen Behörde eintaucht. Das nämlich ist Tanpinars Thema, die Sinnlosigkeit und Eigenschaftslosigkeit mancher Institution und manches Zeitgenossen, die doch Macht auszuüben in der Lage sind. Weltverbesserer sind es und Rabauken und zwielichtige Gestalten, die sich in dem Roman die Klinke in die Hand geben und gut von der Sinnentleertheit eines Institutes zum richtigen Stellen von Uhren leben. Ein Schelm, der hier modernere Vergleiche anzustellen gedenkt. Toll!
Über die Vergänglichkeit der Zeit..., 30. Oktober 2008
Von Roland Freisitzer "freisitzer" (Vienna, Austria)
Diese Rezension stammt von: Das Uhrenstellinstitut (Gebundene Ausgabe)
Ahmet Madi Tanpinar ist für mich persönlich die Entdeckung dieses Jahres (neben Jean-Marie Gustave LeClézio).
"Das Uhrenstellinstitut" ist ein großartiger Roman mit einem ganz ungewöhnlichen Helden.
Ist Hayri Irdal ein Mann ohne Eigenschaften?
Oder ist er ein osmanischer Zeno Cosini?
Vielleicht gar ein türkischer Oblomov?
Arbeitslos, verwitwet und in Kaffeehäusern versumpernd, lernt er den Lebemann und Lebenskünstler Halit kennen, der ihm rasch die Gründung eines Uhrenstellinstituts anbietet, ein Institut, das eigentlich niemand braucht, obwohl es niemand umgehen kann. So wird aus Hayri Irdal ein wichtiger Mann, er wird Inhalt von Zeitungsberichten, Interviews, Tratsch und Neid.
Ein Buch über die Vergänglichkeit der Zeit, über ihren Wert, ein wunderbares Gesellschaftsbild und ein herrlicher Schelmenroman mit Figuren, die so sympathisch sind, dass sie sicherlich noch lange ihren Unfug in meinem Gedächtnis treiben werden...
Großartig! Absolute Leseempfehlung.
Überbordende Phantasie, 30. September 2008
Von Wortwerkstatt (Würzburg)
Diese Rezension stammt von: Das Uhrenstellinstitut (Gebundene Ausgabe)
Die Türkei ist Schwerpunkt der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Durch die bücherherbstlichen Bemühungen verschiedener Verlage werden hoffentlich auch bei uns türkische Autoren/Innen bekannter als bisher. So auch der Autor Tanpinar, dessen Buch Das Uhrenstellinstitut" im Türkischen bereits 1962 erschienen ist. Dieser Autor dürfte den meisten unbekannt sein, er fand bisher nur im Buch Istanbul" des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk als einsamer Stadtspaziergänger Erwähnung.
Am Beispiel des Uhrenstellinstituts, welches in der ganzen Türkei die Genauigkeit der Uhren prüft, wird sinnbildlich der Aufbruch und die Modernisierung der Türkei gezeigt.
Hayri Irdal, der begriffsstutzige und sympathische Ich-Erzähler, beschreibt hier rückblickend die Stationen seines Lebens. Von einer abgebrochenen Uhrmacherlehre über eine Beamtenstelle, Arbeitslosigkeit, unglückliche Ehen, die Bohemekreise in den Istanbuler Kaffeehäusern bis hin zum wahnwitzigen Unternehmen eines Hunderte von Angestellten zählenden Uhrenstellinstituts in Istanbul. So finden sich hier jede Menge skurriler Figuren, Abenteurer, Spinner, Psychoanalytiker und nicht zu vergessen der Lebenskünstler Halit Ayarcy, dem es dank seiner politischen Beziehungen gelingt, die Finanzierung und Realisierung des Uhrenstellinstituts genehmigt zu bekommen. Falschgehende Uhren werden mit Bußgeld
bestraft, aber auch Rabatte sind möglich. Irgendwie fühlte ich mich beim Lesen dieses Buches immer wieder an Pessoas Buch der Unruhe oder an Gontscharows Oblomow erinnert. Das Uhrenstellinstitut ist eine intelligente und unterhaltsame Satire, die durch Tanpinars stilistische Eleganz und überschäumende Phantasie gekonnt die Geschehnisse um wichtigtuerische Bürokratie und den natürlichen Drang des Menschen zur Faulheit aufzeigt.
Phantastisch, 14. September 2008
Von """""""""...
Diese Rezension stammt von: Das Uhrenstellinstitut (Gebundene Ausgabe)
Der Roman des 1909 geborenen Schriftstellers knüpft nach dem zweiten Weltkrieg weitgehend an sein erstes Buch das die Zeit davor beschreibt an.
Am Beispiel des neu gegründeten Uhreneinstellinstitut das in der ganzen Türkei die korrektheit der Uhren prüft wird sinnbildlich der enorme Aufbau des meist unproduktiven Beamtenapperates der Nachkriegstürkei gedacht.Aufgebaut von einem Lebenskünstler und einem süffisanten Protagonisten der keinerlei Talente aufweist wird das System fast bis zum Überwachungstaat ausgebaut.
Nun mag man kaffkareske Züge vermuten,diese tauchen aber nicht auf,sondern das ganze Buch ist eingetaucht in einen Zeitgemäßen Humor der die Klugheit des mittlerweile verstorbenen Autors zum Vorschein bringt.
Satirischer Roman. Erschienen ist der Roman bereits 1962. Falschgehende Uhren werden mit Bußgeld belegt,Rabatte sind möglich, Bedenken sind beim gutlaufenden Uhreninstitut verboten da das Institut immer wachsen muß da sonst alle Mitarbeiter arbeitslos werden und ihren Lebenstandard verlieren.
Nicht neu,wahrscheinlich auch nicht das beste Buch der Türkei,aber interessant und kurzweilig.
1 Haziran 2009 Pazartesi
30 Mayıs 2009 Cumartesi
29 Mayıs 2009 Cuma
İçeri Giren'e
Günün mısraları:
ey aklımın tarihi ey su geçirmez gücüm
unutmadın unutmadın silah tutan elleri
biz silah kuşanırız bize bir şey söyleme
ey aklımın tarihi ey su geçirmez gücüm
unutmadın unutmadın silah tutan elleri
biz silah kuşanırız bize bir şey söyleme
28 Mayıs 2009 Perşembe
Celan için

Paul Celan'ın her ne kadar şiir anlayışı Valéry'ninki ile büsbütün zıt ise de La Jeune Parque çevirisi benim için çok değerlidir.
... Erreichbar, nah und unverloren blieb inmitten der Verluste dies eine: die Sprache.
Guillaume Apollinaire, Antonin Artaud, Charles Baudelaire, André Breton, René Char, Emily Dickinson, John Donne, Paul Éluard, Robert Frost, Sergey Yesenin, Yevgeni Yevtuşenko, Maurice Maeterlinck, Stéphane Mallarmé, Ossip Mandelstam, Henri Michaux, Gérard de Nerval, Arthur Rimbaud, Jules Supervielle, Giuseppe Ungaretti çevirdiği diğer şairler.
Harold Weinrich'e göre Celan bir asırlık Avrupa şiirini kişiliğinde özümsemiştir.
FAHLSTIMMIG, aus
der Tiefe geschunden:
kein Wort, kein Ding,
und bei der einziger Name,
fallgerecht in dir,
fluggerecht in dir,
wunder Gewinn
einer Welt.
PALEVOICED, torn
out of the depths:
no word, no thing,
and both the only name,
fall-fair in you,
flight-fair in you,
wounded winnings
of a world.
Göçebe
Günün mısraları:
bir de yine sevgili çocuk
biliyorsun kişi tutkularıyla
yalnızlığını adlandırıyor o kadar
bir de yine sevgili çocuk
biliyorsun kişi tutkularıyla
yalnızlığını adlandırıyor o kadar
27 Mayıs 2009 Çarşamba
Que peut un homme?

"Teste. Man, or rather every man, in his normal state and in the diametrically opposite state of consciousness, is non-man, he resembles no one, has no personality that is unique to and his own, no inseperable attributes.
He is beside his body and fate, as he is of his milieu.
Value of the individual. What is a man's potential? But...what is a man's value?"
Ülke
26 Mayıs 2009 Salı
Aus Les Fleurs de Mal

...
Zur Lust verleuchtend ihre Glut die letzte
Zwei Herzen werden grosse Feuer sein
In deren Gedoppelt sich benetzte
Der Zwillingsspiegel Geist in Widerschein
Ein Abend Rosa baut und heimlich Blauen
Wir werden tauschen jenes helle Schauen
Wie langes Schluchzen das den Abend beut;
Spaeter ein Engel in der Türen Spalten
Eintreten wird, belebt treu und erfreut
Spiegel so blind und Flammen die erkalten.
15 Mayıs 2009 Cuma
1 Mayıs 2009 Cuma
30 Nisan 2009 Perşembe
13 Nisan 2009 Pazartesi
31 Mart 2009 Salı
Gitsin efendim!
Valéry "Die Optimisten schreiben schlecht" diyor. Çok kesin bir hüküm ama doğru.
Tanpınar günlüğünde Sahnenin Dışındakiler'den hiç bahsetmiyor. Romanı yazdığı yıllarda bir iki mektupta sadece Alaiyeli Ahmet'in hikayesini yazdığını söylüyor. Belki sonradan kendisindeki değişiklik (50'li yılların sonuna doğru daha belirgin olan) Sahnenin Dışındakiler'i tamamen bir kenarda bırakmasına yol açtı. Burada durup şöyle diyebiliriz; Türkiye'nin bir kaç nesil etrafında romanını yazmak iddiasını hem mektuplarda hem günlükte bulabiliyoruz. Sahnenin Dışındakiler'e nazaran Aydaki Kadın bu niyeti daha iyi gösterir. Sahnenin Dışındakiler belki de Tanpınar'ın deyimiyle kendisi için eskimiştir. Bizce Aydaki Kadın'da daha yüksek bir üslup, daha derin bir roman yaratma çabası görülür. Günlükte buna dair epeyce malzeme vardır.
Yeri gelmişken söyleyelim, Aydaki Kadın'ın isminin Aydaki Kadın olduğundan da epey şüpheliyim. Günlükte romandan Aydaki Kadın diye bahsetmiyor. İç içe (Allegro ama epey uzun bir birinci movement), bitmemiş ikinci bölüm Karşı Karşıya (Adagio) ve yazılmamış üçüncü bölüm (Rondo. Finale) var. Günlükte bazen İç içe, bazen Karşı Karşıya diyor. Burada Karşı Karşıya'nın anlamı epey geniş, sadece okumuşlar ile halk arasındaki çatışma değil.
Aslında dördüncü bir bölüm de olabilir, kim bilir?
Yine Sahnenin Dışındakiler'e dönelim; bu romanda da Tanpınar'ın üstünleştirme çabası çok belli. Sinemaya aşina olanlar hemen farkederler, sanıyorum.
Bir sahnede romanın kahramanı Cemal, Tanpınar'ın ta kendisine rastlar:
"Yavaş yavaş yeni hayatıma alıştım. Darülfünun açıldıktan sonra bir gün Edebiyat Fakültesi'ne giderek Yahya Kemal'i dinledim. Yanıbaşımda saçları birbirine karışık, gözleri melankoli ile etrafa bakan, zayıf bir çocuk vardı. Bana şair olduğunu, fakat henüz hiçbir şiir yazmadığını büyük bir saffetle söyledi."
Başka bir parça:
"Babam isteseydim beni İstanbul'da bir yatılı mektebe verecekti. Bunu niçin reddetmiştim? Hala bilmiyorum." Reddetmeyenler de var.
Tanpınar günlüğünde Sahnenin Dışındakiler'den hiç bahsetmiyor. Romanı yazdığı yıllarda bir iki mektupta sadece Alaiyeli Ahmet'in hikayesini yazdığını söylüyor. Belki sonradan kendisindeki değişiklik (50'li yılların sonuna doğru daha belirgin olan) Sahnenin Dışındakiler'i tamamen bir kenarda bırakmasına yol açtı. Burada durup şöyle diyebiliriz; Türkiye'nin bir kaç nesil etrafında romanını yazmak iddiasını hem mektuplarda hem günlükte bulabiliyoruz. Sahnenin Dışındakiler'e nazaran Aydaki Kadın bu niyeti daha iyi gösterir. Sahnenin Dışındakiler belki de Tanpınar'ın deyimiyle kendisi için eskimiştir. Bizce Aydaki Kadın'da daha yüksek bir üslup, daha derin bir roman yaratma çabası görülür. Günlükte buna dair epeyce malzeme vardır.
Yeri gelmişken söyleyelim, Aydaki Kadın'ın isminin Aydaki Kadın olduğundan da epey şüpheliyim. Günlükte romandan Aydaki Kadın diye bahsetmiyor. İç içe (Allegro ama epey uzun bir birinci movement), bitmemiş ikinci bölüm Karşı Karşıya (Adagio) ve yazılmamış üçüncü bölüm (Rondo. Finale) var. Günlükte bazen İç içe, bazen Karşı Karşıya diyor. Burada Karşı Karşıya'nın anlamı epey geniş, sadece okumuşlar ile halk arasındaki çatışma değil.
Aslında dördüncü bir bölüm de olabilir, kim bilir?
Yine Sahnenin Dışındakiler'e dönelim; bu romanda da Tanpınar'ın üstünleştirme çabası çok belli. Sinemaya aşina olanlar hemen farkederler, sanıyorum.
Bir sahnede romanın kahramanı Cemal, Tanpınar'ın ta kendisine rastlar:
"Yavaş yavaş yeni hayatıma alıştım. Darülfünun açıldıktan sonra bir gün Edebiyat Fakültesi'ne giderek Yahya Kemal'i dinledim. Yanıbaşımda saçları birbirine karışık, gözleri melankoli ile etrafa bakan, zayıf bir çocuk vardı. Bana şair olduğunu, fakat henüz hiçbir şiir yazmadığını büyük bir saffetle söyledi."
Başka bir parça:
"Babam isteseydim beni İstanbul'da bir yatılı mektebe verecekti. Bunu niçin reddetmiştim? Hala bilmiyorum." Reddetmeyenler de var.
28 Mart 2009 Cumartesi
Bahare dek gideriz
Naili der ki:
Heva-yi aşka uyup kuy-i yare dek gideriz
Nesim-i subha refikiz bahare dek gideriz
Fuzuli der ki:
Bulunur her derde istersen gülistanda deva!
Ve devam eder:
Ne hoştur elde gülgun cam, başta aşk sevdası
Gönülde vasl zevki canda cananlar temennası!
Baki hepsinden büyüktür, biz onu biliriz:
Ruh-bahş oldu Mesiha-sıfat enfas-ı bahar
Açtılar didelerin hab-ı ademden ezhar!
Ama yine Turgut Uyar:
İstanbul'un öyledir baharı, çaresiz alkış tuttular
ten uyandı, herkes kendi olan cismini tanıdı
ne denmiş, akıp giden her suyla akıp giderim
çünkü sevdim çünkü bu yüzden güçlü bileklerim kanadı
Ferahfeza
Muallim İsmail Hakkı Bey'in Ferahfeza peşrevi harikulade. Nedir, fazla çalınmadığından sanırım pek bilinmiyor.
25 Mart 2009 Çarşamba
Mesut Cemil
24 Mart 2009 Salı
Parodi
Tevfik Fikret:
Zerrişte, bu ismiydi onun, sanki haberdar
mahfi kederimden
Turgut Uyar:
bir çocuk - adı Hayri'ydi onun
Zerrişte, bu ismiydi onun, sanki haberdar
mahfi kederimden
Turgut Uyar:
bir çocuk - adı Hayri'ydi onun
20 Mart 2009 Cuma
İnanma
Yahya Kemal diyor ki:
Ey naz ü işve velvele-i şan olan sana
Ömrünce mest olur nice hayran olan sana
Turgut Uyar:
ey dünya kuşkusu gözleri maden sana
görkemli bir kente bakar gibi bakarım
bağışla
Ey naz ü işve velvele-i şan olan sana
Ömrünce mest olur nice hayran olan sana
Turgut Uyar:
ey dünya kuşkusu gözleri maden sana
görkemli bir kente bakar gibi bakarım
bağışla
16 Mart 2009 Pazartesi
Aşk
Valéry diyor ki...

4-5 October: 'nuit de Gênes'
Memories — Crises / What happened in Genoa in '92 — Lightning — bedroom visited by the flashes of lightning. / What happened in Nice in '21. (ego. XIII, 20.)
My analytics of 1892, product of 'self consciousness' applied to the destruction of obsessions and poisons […] A struggle with the devils. […]
And all this led me to my 'Method' — which was purity — separation of domains. j and y. Attempt to isolate these factors of a given a state. (ego XXIII, 757-760.)
4 Ocak 2009 Pazar
Beatrix Caner

Beatrix Caner'le karşılaşmak benim için çok iyi oldu. Öteden beri düşündüklerimin yetkin bir yazar tarafından Almanya'da büyük okuyucu kitlesine sunulmasından daha sevindirici ne olabilir?
Kendisiyle yapılmış bir görüşmeden alıntı:
"- Kitabın son kısmını A. H. Tanpınar 'a ayırmışsınız. Tanpınar’a olan bu özel ilginiz neden?
- Beni Türk edebiyatında ilgilendiren tek şey edebiyattır. Yani demek istediğim, gruplaşmalar, ideolojiler, sağ-sol kavgaları, küçük çıkarlar ve büyük hesaplar beni hiç ilgilendirmez. Eserlere yalnız edebiyat açısından bakıyorum. Ölçüm de dünya edebiyatıdır.
Ben yapıtların diline, tekniğine, içeriğine, düşünsel temeline bakarım, yazarın kariyeri, ailesinin mevkii, kendi değerlendirmesi, yapılan reklamlar ya da saldırılar beni ilgilendirmez. Tanpınar'ı da bu nedenle beğeniyorum. Tanpınar Türk edebiyatının doruk noktasıdır ve bunu göremeyenlere, bunu kabul etmek istemeyenlere okuma tavsiyesinden başka diyebileceğim bir şey yok. Herkesin onu tanımamaya da hakkı var.

Ben Tanpınar'ı keşfettiğimden çok menmunum. Onda bir hazine buldum. Onun kadar geniş bir kültüre sahip başka Türk yazarına o dönemde rastlamak zor. Özellikle tavsiye edebileceğim "Huzur" romanı ile "Beş Şehir" adındaki deneme kitabı.
Kitabımda Tanpınar'a 100 sayfaya yakın yer vermiştim. Ve doğrusunu söylemek gerekirse, "Huzur" romanına getirdiğim çözümleme sadece ufak bir kesittir. O'nun 400 sayfalık romanı üzerine 1000 sayfa daha değerlendirme yazabilirdim, onun değerlerini yine de bitiremezdim. Huzur romanında dünyanın umulmadık boyutları ile karşılaşırsınız: İkinci Dünya Savaşı nedeniyle evrensel bir değişime uğrayan dünya, Türk toplumu ve bireyler bu romanda eski ve yeni dünyanın koordinatlarının kesiştiği noktalarda gösteriliyor. Ama bütün bunları kitabımda ayrıntılı bir şekilde ele aldım. Sanırım okurlar oradan önemli bilgiler elde edebilir."
3 Ocak 2009 Cumartesi
2 Ocak 2009 Cuma
1 Ocak 2009 Perşembe
Turgut Uyar
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